Edelmetalle verzeichneten zum Handelsschluss am heutigen Freitag, dem 1. Mai 2026, gemischte Bewegungen. Gold XAU blieb praktisch unverändert und schloss bei 4626,60 USD/oz, eine minimale Veränderung von -0,06%. Silber XAG hingegen zeigte eine starke Aufwertung und gewann 2,73% auf 76,05 USD/oz. Platin XPT und Palladium XPD schlossen ebenfalls im positiven Bereich mit Zuwächsen von 0,25% bzw. 0,57%. Kupfer [HG] beendete den Handel mit einem leichten Rückgang von 0,20% auf 5,97 USD/oz.
Die Sitzung war geprägt von anhaltender geopolitischer Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran und der Straße von Hormus. Die Aussagen des CEO von Exxon Mobil über die Erwartung höherer Ölpreise aufgrund des Krieges, obwohl ein inflationärer Faktor, der sichere Häfen wie Edelmetalle begünstigen könnte, konnten den Goldpreis nicht wesentlich antreiben. Der Markt reagierte auch auf Nachrichten über die mögliche Verhängung neuer Sanktionen der USA gegen Kuba und die Handelsspannungen mit der Europäischen Union, wobei Trump eine Erhöhung der Zölle auf europäische Fahrzeuge ankündigte, was die globale Wirtschaftslage zusätzlich volatiler macht.
Die Nachricht, dass Tether seine Goldkäufe im ersten Quartal auf 6 Tonnen verlangsamt hat, könnte einen leichten Druck auf das gelbe Metall ausgeübt haben, obwohl seine Auswirkungen durch andere Faktoren abgemildert wurden. Im makroökonomischen Bereich fügen die Verlängerung der Gespräche über den Austausch von Krankheitserregern durch die WHO und das Inkrafttreten von 100%igen Zöllen zwischen Kolumbien und Ecuador Komplexität zum globalen Szenario hinzu, führten aber am Nachmittag nicht zu drastischen Bewegungen bei den Metallen.
Silber XAG zeigte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, wahrscheinlich angetrieben durch Erwartungen einer wachsenden industriellen Nachfrage und seine Rolle als sicherer Hafen in einem Umfeld der Unsicherheit. Platin XPT und Palladium XPD profitierten von einer allgemeinen positiven Stimmung bei Edelmetallen und Erwartungen einer Erholung in wichtigen Industriesektoren.
Handelsschluss nach Metall
* **Gold (XAU):** Geschlossen bei 4626,60 USD/oz (-0,06%). Seitwärtsbewegung nach der Eröffnung, ohne klare Richtung, beeinflusst durch geopolitische Faktoren und die Nachricht von der Verlangsamung der Tether-Käufe.
* **Silber (XAG):** Geschlossen bei 76,05 USD/oz (+2,73%). Starker Intraday-Anstieg, überwand frühere Widerstände, angetrieben durch seine Attraktivität als sicherer Hafen und Erwartungen industrieller Nachfrage.
* **Platin (XPT):** Geschlossen bei 1999,60 USD/oz (+0,25%). Moderater Anstieg, profitierte von der positiven Stimmung bei Edelmetallen.
* **Palladium (XPD):** Geschlossen bei 1542,00 USD/oz (+0,57%). Setzte seinen Aufwärtstrend fort und zeigte Stärke in der Handelssitzung.
* **Kupfer (HG):** Geschlossen bei 5,97 USD/oz (-0,20%). Leichte Schwäche angesichts der globalen Wirtschaftsunsicherheit und der Auswirkungen von Handelsspannungen.
Motor der Sitzung
Die Handelssitzung wurde von der anhaltenden geopolitischen Spannung dominiert, insbesondere dem Konflikt im Iran und der Straße von Hormus, sowie von Nachrichten über die Erhöhung der Zölle der USA auf die EU. Diese Faktoren schufen einen Hintergrund der Unsicherheit, der den Status von Silber als sicherer Hafen unterstützte, während Gold in einer engen Spanne verblieb, was ein Gleichgewicht zwischen inflationären Druckfaktoren und dem Fehlen eines eindeutigen bullischen Katalysators widerspiegelte.
Investoren sollten die kommenden US-Inflationsdaten (Veröffentlichung am Montag) und die Reden von Mitgliedern der Federal Reserve genau beobachten, die Hinweise auf die zukünftige Zinsentwicklung geben könnten. Fortlaufende Nachrichten über den Konflikt im Nahen Osten und die internationalen Handelsbeziehungen werden weiterhin Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der Edelmetalle sein.
Quellen
Tether slows gold purchases to 6 tons in first quarter
Exxon Mobil CEO expects higher oil prices due to Iran war: ‘The market hasn’t seen the full impact’
Trump raises tariffs on EU cars to 25%, citing trade agreement violations