Die Schlusssitzung an den Edelmetallmärkten war von einer deutlichen Schwäche bei Gold und Silber geprägt, während Platin und Palladium Widerstandsfähigkeit und sogar Gewinne zeigten. XAU gab bis auf 4699,10 $ je Unze nach und verzeichnete damit einen Rückgang von 2,37 %. Auch Silber (XAG) blieb nicht zurück und schloss bei 72,83 $ mit einem Rückgang von 4,28 %. Diese Bewegungen geschehen vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und im Vorfeld wichtiger makroökonomischer Daten.
Die industriellen Edelmetalle zeigten ihrerseits eine divergente Entwicklung. Platin (XPT) konnte einen leichten Anstieg von 0,29 % verzeichnen und schloss bei 1995,50 $, während Palladium (XPD) seine positive Serie mit einem Anstieg von 1,53 % auf 1517,00 $ fortsetzte. Kupfer (HG) schloss die Sitzung mit einem leichten Rückgang von 0,29 % bei 5,63 $.
Schlüsselfaktoren der Schlusssitzung
Die anhaltende Eskalation der Spannungen um den Iran, angeheizt durch die Äußerungen von Präsident Trump und die aktive Diplomatie zwischen Russland und dem Iran bezüglich der Straße von Hormuz, sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Energiemärkten und damit auch an den Edelmetallmärkten. Die Nachricht, dass der Iran und Oman ein Protokoll zur "Überwachung" des Verkehrs in der Straße von Hormuz ausarbeiten, deutet zwar auf einen Deeskalationsversuch hin, war aber nicht ausreichend, um den Druck auf Gold und Silber umzukehren, die sich eher wie sichere Häfen gegen Inflationsrisiken und Instabilität verhalten.
Die Erwartung des US-Arbeitsmarktberichts für März, der morgen veröffentlicht wird, hat ebenfalls die Marktdynamik beeinflusst. Die Prognosen deuten auf einen Zuwachs von 59.000 Arbeitsplätzen und eine Arbeitslosenquote von 4,4 % hin. Ein deutlich besser als erwartetes Ergebnis könnte den Dollar stärken und die Metalle unter Druck setzen, während ein schwächeres Ergebnis den gegenteiligen Effekt haben könnte.
Die Äußerungen von Mitgliedern der Federal Reserve haben zwar keine drastischen Neuerungen in Bezug auf die Geldpolitik gebracht, verstärken aber die Vorsicht. Die Fed behält ihre datenabhängige Haltung bei, und jeder Hinweis auf anhaltende Inflation oder einen robusten Arbeitsmarkt könnte das Gleichgewicht in Richtung einer längeren Straffung verschieben, was für nicht verzinsbringende Edelmetalle im Allgemeinen ungünstig ist.
Im Unternehmensbereich unterstreicht die Nachricht, dass Amazon aufgrund des Krieges im Iran eine Treibstoff- und Logistikgebühr von 3,5 % für Verkäufer in den USA und Kanada einführen wird, die direkten Auswirkungen des Konflikts auf die Betriebskosten und die Inflation – ein Faktor, der Edelmetalle historisch als Absicherung begünstigt.
Schlusskurse und Intraday-Entwicklung
* **Gold (XAU):** 4699,10 USD/oz (-2,37 % in der Sitzung)
* **Silber (XAG):** 72,83 USD/oz (-4,28 % in der Sitzung)
* **Platin (XPT):** 1995,50 USD/oz (+0,29 % in der Sitzung)
* **Palladium (XPD):** 1517,00 USD/oz (+1,53 % in der Sitzung)
* **Kupfer (HG):** 5,63 USD/oz (-0,29 % in der Sitzung)
Die Intraday-Sitzung zeigte seit Eröffnung der westlichen Märkte einen vorherrschenden Abwärtstrend bei Gold und Silber, der sich in den letzten Handelsstunden verstärkte. Platin und Palladium hingegen erlebten im Laufe des Tages eine Erholung und festigten ihre Gewinne.
Die Hauptaufmerksamkeit wird sich auf den US-Arbeitsmarktbericht für März konzentrieren. Robuste Daten könnten den Druck auf Gold und Silber verstärken. Ebenso werden neue Entwicklungen an der geopolitischen Front aufmerksam verfolgt, insbesondere in Bezug auf die Straße von Hormuz und die Auswirkungen auf die Ölpreise, die indirekt die Risikowahrnehmung an den Edelmetallmärkten beeinflussen. Äußerungen von EZB-Mitgliedern könnten ebenfalls für das Verhalten der Metalle relevant sein.
Quellen
The March jobs report will be released on Friday. Here's what to expect
Amazon to add 3.5% fuel and logistics surcharge for sellers as Iran war drives up energy prices
Trump's Iran war speech paints a grim picture for oil markets with more than 600 million barrels at risk
Iran and Oman drafting protocol to 'monitor' Hormuz Strait traffic