Edelmetalle verzeichneten am Dienstag, dem 21. April 2026, einen schwachen Handelstag, wobei Gold die Verluste anführte. XAU schloss bei 4695,90 USD/oz, was einem Rückgang von 2,75 % entspricht. Silber (XAG) blieb nicht zurück und verlor 5,34 % auf 75,76 USD/oz. Platin (XPT) und Palladium (XPD) operierten ebenfalls im Minus mit Rückgängen von 3,12 % bzw. 2,15 %. Kupfer (HG) zeigte eine geringere Schwäche und fiel um 1,11 % auf 5,98 USD/oz.
**Schlusskurse nach Metall**
* **Gold (XAU):** 4695,90 USD/oz (-2,75 %). Das Edelmetall verzeichnete eine deutliche Kontraktion, beeinflusst durch die Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran, trotz diplomatischer Bemühungen. Die Nachricht, dass Vances Reise nach Pakistan für Gespräche über den Iran auf Eis liegt, zusammen mit der Warnung, dass der Iran die US-Blockade umgeht, sorgte für Zurückhaltung. Zusätzlich fügten die Äußerungen von Fed-Mitgliedern wie Waller, der sich für eine Umstrukturierung der regionalen Bankgeschäfte aussprach, Unsicherheit über die zukünftige Geldpolitik hinzu.
* **Silber (XAG):** 75,76 USD/oz (-5,34 %). Silber, das empfindlicher auf Goldbewegungen reagiert und eine industrielle Komponente aufweist, verzeichnete den größten prozentualen Rückgang. Die allgemeine Schwäche des Edelmetallmarktes und das Fehlen eines spezifischen bullischen Katalysators für Silber trugen zu seinem Rückgang bei.
* **Platin (XPT):** 2022,00 USD/oz (-3,12 %). Platin folgte dem allgemeinen Trend und wurde von einer risikoscheuen Stimmung an den Märkten beeinflusst.
* **Palladium (XPD):** 1535,00 USD/oz (-2,15 %). Palladium wurde, obwohl mit geringeren Verlusten, ebenfalls von der bärischen Dynamik des Sektors mitgezogen.
* **Kupfer (HG):** 5,98 USD/oz (-1,11 %). Kupfer zeigte eine relative Widerstandsfähigkeit, möglicherweise beeinflusst durch positive Nachrichten im Bergbausektor, wie Bohrergebnisse, die das Zink-Kupfer-Projekt von BMC in Yukon vorantreiben. Die allgemeine Marktschwäche begrenzte jedoch sein Aufwärtspotenzial.
**Motor der Sitzung**
Der Hauptmotor der Sitzung war die anhaltende geopolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit den Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die gemischten Signale der Federal Reserve. Nachrichten über die Möglichkeit einer Einigung mit dem Iran und die Umgehung von Blockaden durch seine Öltanker schufen eine vorsichtige Atmosphäre und verringerten die Attraktivität von sicheren Häfen wie Gold. Die Äußerungen von Fed-Vertretern zur Bankenrestrukturierung lösten Spekulationen über zukünftige geldpolitische Maßnahmen aus und beeinflussten die Wertwahrnehmung von Metallen.
**Morgen**
Für den Handelstag am Mittwoch, dem 22. April 2026, sollten Anleger auf die Erzeugerpreise in den USA achten, die weitere Hinweise auf inflationäre Tendenzen geben könnten. Ebenso wird die Anhörung von Kevin Warsh, einem Kandidaten für das Amt des Fed-Präsidenten, vor dem Senat entscheidend sein, um die zukünftige Richtung der Geldpolitik zu bewerten. Jede neue Aktualisierung zu den Iran-US-Verhandlungen oder Entwicklungen in der Ukraine könnte ebenfalls die Marktstimmung beeinflussen.
Quellen
Trump names University of Minnesota professor Phelan as chief economic adviserVance trip to Pakistan for Iran talks is on hold, NYT reportsFed’s Waller calls for overhaul of regional Fed bank operationsGold price extends decline amid mixed signals on US-Iran talksUkraine to restart flows via Russian oil pipeline