Die heutige Handelssitzung am Donnerstag, dem 19. März 2026, war von einer deutlichen Schwäche bei Edelmetallen, insbesondere Gold und Silber, geprägt, die signifikante Rückgänge verzeichneten. Die geopolitische Unsicherheit, die sich aus der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ergibt, sowie die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Zentralbanken waren die Haupttreiber dieser Bewegungen.
Schlusskurse
Die Edelmetalle schlossen den Handelstag mit folgenden Notierungen:
* **Gold (XAU):** $4638,80 USD/oz (-5,26%)
* **Silber (XAG):** $72,02 USD/oz (-7,18%)
* **Platin (XPT):** $1967,10 USD/oz (-4,35%)
* **Palladium (XPD):** $1469,50 USD/oz (-4,37%)
* **Kupfer (HG):** $5,51 USD/oz (-1,56%)
Schlüsselfaktoren des Handelstages
Die einflussreichste Nachricht der letzten Stunden war die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Umfeld des Iran. Die Schließung der Straße von Hormus, wenn auch teilweise, die einigen Schiffen die Durchfahrt erlaubt, hat die Bedenken hinsichtlich der globalen Energieversorgung angeheizt. Dies hat zu einer erhöhten Risikoaversion geführt, die paradoxerweise kurzfristig dem Gold als sicherer Hafen geschadet hat, da die Anleger angesichts der Unsicherheit auf Liquidität gesetzt haben. Die Nachricht, dass die EZB angesichts steigender Energiepreise durch den Krieg im Iran Inflationsrisiken sieht, zusammen mit der Möglichkeit, dass die Krise ein Katalysator für die EU-Integration sein könnte, erhöht die Komplexität des Szenarios.
Auf makroökonomischer Ebene haben die Aussagen von Morgan Stanley, die Zinssenkungen auf September und Dezember verschieben, zusammen mit der Überprüfung der Bankenkapitalregeln in den USA, die Risikomärkte unter Druck gesetzt. Die beobachtete Schwäche bei den TSA-Abwesenheiten in den USA und die Nachricht über die Investition von Jeff Bezos in einen auf KI fokussierten Fonds waren ebenfalls im Blickfeld, obwohl ihre direkte Auswirkung auf die Metalle im Vergleich zum geopolitischen Faktor geringer war.
Kupfer zeigte trotz seines Rückgangs eine geringere Volatilität im Vergleich zu Edelmetallen, was möglicherweise auf eine widerstandsfähigere industrielle Nachfrage oder Erwartungen einer schnelleren Erholung in Sektoren wie der KI-gestützten Fertigung hindeutet, wie Oppenheimer mit seinem Konzept des 'Wiederauflebens der Arbeiterklasse' andeutet.
Für den morgigen Handelstag wird es entscheidend sein, die Entwicklung der geopolitischen Situation im Nahen Osten und weitere Erklärungen der wichtigsten Zentralbanken genau zu verfolgen. Anleger werden die Spotpreise und die Dynamik der Metall-Futures sowie jegliche Anzeichen einer strategischen Akkumulation durch Zentralbanken oder große Institutionen beobachten, die die Preise stützen könnten.
Quellen
Iran war escalation wakes markets up to risks of deeper economic pain
ECB flags inflation risk as Iran war sends energy prices soaring
Iran crisis should be a catalyst for EU integration, ECB’s Stournaras says
Morgan Stanley pushes back rate cuts to September and December
Iran allows handful of favoured ships through Strait of Hormuz