Die heutige Sitzung an den Edelmetallmärkten war in den letzten Stunden von einer vorsichtigen Haltung geprägt, trotz eines positiven Schlusskurses für Gold. Aussagen von Vertretern der Federal Reserve sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten waren die Haupttreiber der Intraday-Bewegungen. Gold, das als sicherer Hafen fungiert, konnte an Boden gutmachen und den Handelstag positiv abschließen, während Silber und andere Industriemetalle Rückgänge verzeichneten.
Schlusskurse der Sitzung
Bei Schließung der westlichen Märkte verzeichneten die wichtigsten Edelmetalle folgende Bewegungen:
* **Gold (XAU):** 4710,90 USD/oz (+0,56 %)
* **Silber (XAG):** 72,42 USD/oz (-0,59 %)
* **Platin (XPT):** 1950,80 USD/oz (-1,35 %)
* **Palladium (XPD):** 1464,50 USD/oz (-1,79 %)
* **Kupfer (HG):** 5,55 USD/oz (-0,82 %)
Ursachen der Intraday-Bewegungen
Der Handelstag wurde von der Entwicklung der Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve und der Fortdauer des Konflikts in der Persischen Golfregion dominiert. Aussagen von Raphael Bostic, Präsident der Fed von Atlanta, deuteten darauf hin, dass die Institution an einem Scheideweg stehen könnte und mit einem möglichen "stagnierenden Inflationsschock" konfrontiert ist, der aus dem Krieg im Iran resultiert. Obwohl die Fed angedeutet hat, dass Wachstum und Inflation zunehmend unempfindlich gegenüber Ölschocks sind, birgt die Möglichkeit, dass eine anhaltende Schließung der Straße von Hormus den Ölpreis auf 167 USD und die Inflation über 4 % treiben könnte, Unsicherheit.
Diese Rhetorik der Fed hat die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen Inflation und wirtschaftliche Instabilität angekurbelt. Im Gegensatz dazu gaben Silber und Industriemetalle wie Kupfer und Platin nach, beeinflusst von der Sorge, dass Inflationsdruck und geopolitische Spannungen die industrielle Nachfrage mittel- bis langfristig dämpfen könnten. Die Nachricht, dass Operationen in der Straße von Hormus die globale Heliumversorgungskette beeinträchtigen und AWS nach Drohnenangriffen daran arbeitet, seine Dienste in der Region aufrechtzuerhalten, unterstreicht die Anfälligkeit der Lieferketten angesichts des Konflikts.
Investoren sollten auf jede neue Eskalation oder Deeskalation im Iran-Konflikt achten, ebenso wie auf die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Daten in den USA und Europa. Die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen und die Stärke des Dollars werden ebenfalls wichtige Indikatoren sein. Die Federal Reserve wird ihren Ton beibehalten, und jedes Signal bezüglich zukünftiger Zinssatzentscheidungen wird direkte Auswirkungen auf die Edelmetalle, insbesondere auf Gold und Silber, haben.
Quellen
Fed's Goolsbee warns of stagflation risk from Iran war, oil shock
Dallas Fed: extended Hormuz closure could push oil to $167, inflation past 4%
AWS teams working around the clock to keep Middle East services up after drone strikes, CEO says
US growth and inflation has become less sensitive to oil shocks, analysts say