Gold schloss die europäische Sitzung mit einer deutlichen Korrektur bei $4813,30 USD/oz (-1,36%), trotz der Eskalation der Spannungen am Persischen Golf. Die Abfangung eines Schiffes durch die USA und die Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormuz, die in den letzten 24 Stunden gemeldet wurden, haben das geopolitische Risiko erhöht. Die erste Reaktion des Edelmetallmarktes war jedoch eine Gewinnmitnahme, insbesondere bei Gold und Silber, die zuvor Stärke gezeigt hatten.
Gold — Analyse mit Daten, Niveaus, Treibern
Gold (XAU) ist von seinen jüngsten Höchstständen zurückgefallen und notiert bei $4813,30 USD/oz. Obwohl die geopolitischen Spannungen in der Straße von Hormuz, die für 21% der weltweiten Rohölversorgung von entscheidender Bedeutung sind, ein bullischer Katalysator für sichere Häfen sein sollten, deuten die Daten der letzten Stunden auf eine breite Gewinnmitnahme hin. Die Schwäche des US-Dollars, gemessen am DXY, der relativ stabil geblieben ist, reichte nicht aus, um diesen Verkaufsdruck auszugleichen. Die zu beobachtenden technischen Niveaus sind die unmittelbare Unterstützung bei $4780 und der Schlüsselwiderstand bei $4850. Die Volatilität des Ölpreises, angetrieben durch diese Ereignisse, könnte in den kommenden Sitzungen Kapitalflüsse in Richtung Gold generieren, falls sich die Situation weiter verschärft.
Silber — Analyse, Korrelationen
Silber (XAG) folgte einem ähnlichen Trend wie Gold und fiel auf $80,31 USD/oz (-1,87%). Die Korrelation zwischen beiden Edelmetallen bleibt stark, und die Gewinnmitnahmen bei Gold haben sich auf Silber übertragen. Obwohl die industrielle Nachfrage für Projekte im Bereich erneuerbare Energien, wie die von BYD angekündigten 40 GW neuer Solaranlagen bis 2026, weiterhin ein langfristiger Unterstützungsfaktor für Silber ist, scheint die allgemeine Marktstimmung von Vorsicht geprägt zu sein. Das Gold-Silber-Verhältnis verharrt auf hohem Niveau, was traditionell auf eine geringere Risikobereitschaft hindeutet, aber die jüngste Korrektur könnte auf eine Neubewertung der Positionen hindeuten.
Platin (XPT) und Palladium (XPD) zeigten eine bemerkenswerte Stabilität und notierten unverändert bei $2141,70 USD/oz bzw. $1600,80 USD/oz. Das Fehlen spezifischer Nachrichten und der fehlende klare Impuls durch die geopolitische Situation oder die industrielle Nachfrage halten sie in einer Seitwärtsbewegung. Palladium steht insbesondere unter Druck durch die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen und die geringere Abhängigkeit von Katalysatoren für Verbrennungsmotoren.
Makro- und geopolitischer Kontext — wie die Ereignisse des Tages wirken>
Die Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormuz ist zweifellos das bedeutendste geopolitische Ereignis der letzten 24 Stunden. Die Möglichkeit einer Unterbrechung der Ölversorgung und die daraus resultierende Volatilität an den Energiemärkten sind Faktoren, die traditionell sichere Häfen begünstigen. Die gemischte Marktreaktion deutet jedoch darauf hin, dass die Anleger mehrere Faktoren abwägen, darunter die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung oder eine Eindämmung des Konflikts. Nachrichten über die Stabilität der Inflationserwartungen in Japan und die Entscheidung der Bank von Indonesien, die Zinssätze bis 2026 bei 4,75% zu belassen, teilweise aufgrund der Inflationsrisiken, die sich aus dem Krieg im Iran ergeben, erschweren das makroökonomische Bild. Die Stärke der US-Aktien, die historische Höchststände erreicht haben, könnte ebenfalls Kapital aus den Edelmetallen abziehen.
Worauf zu achten ist — konkrete Ereignisse der nächsten 24-48 Stunden mit Daten>
* **Nächste 24 Stunden:** Jede neue Information zur Situation in der Straße von Hormuz wird entscheidend sein. Die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten in den USA und Europa könnte die Marktstimmung und die Richtung der Zinssätze beeinflussen. Die Zuflüsse in Gold-ETFs und Silber-ETFs werden ein wichtiger Indikator für die institutionelle Stimmung sein.
* **Nächste 48 Stunden:** Es wird erwartet, dass die Gespräche über die Stabilität von Stablecoins fortgesetzt werden, wobei die BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit hervorhebt. Die Entwicklung der US-Berichtssaison wird ebenfalls ein zu beobachtender Faktor für die Richtung der Aktienmärkte und damit für die Kapitalflüsse in andere Vermögenswerte sein.
Quellen
Japan households’ inflation expectations steady, BOJ April hike bets fade